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Gekaufte Journalisten - Udo Ulfkotte über Korruption und Manipulation der Medien 
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27 September 2014 Autor:  Autor:  Michael Brückner | Kommentar(e): 8

Am 11. September erschien das neue Buch von Bestsellerautor Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“. Wir haben das mehr als 300 Seiten umfassende Buch sofort gelesen und sind sicher: Man darf dieses Werk schon heute mit Fug und Recht als eine der brisantesten Neuerscheinungen des Jahres 2014 bezeichnen.

Udo Ulfkotte


Wer dieses Buch gelesen hat, wird die Welt der Medien mit anderen Augen sehen. Eine Welt, in der Korruption, Filz und eine gefährliche Kumpanei mit den Eliten aus Wirtschaft, Politik und Geheimdiensten offenbar an der Tagesordnung sind. Udo Ulfkotte weiss, wovon er schreibt. Er hat jahrelang in dieser Welt mitgespielt. Ulfkotte war aktiv dabei, wenn der deutsche Auslandsgeheimdienst BND (Bundesnachrichtendienst) zum Beispiel die FAZ-Redaktion mit Material versorgte. Und Ulfkotte gibt offen zu: „Auch ich wurde geschmiert“. Heute schämt er sich dafür. Und er ist angeekelt von der dreisten Scheinheiligkeit, mit der sich viele Journalisten moralisch auf das hohe Ross setzen, während sie keine Hemmungen haben, sich kaufen zu lassen.

Rund 17 Jahre arbeitete Ulfkotte bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) – einer der renommiertesten Zeitungen in Deutschland. Er sei für viele seiner Berichte geschmiert worden, gibt der Bestsellerautor offen zu. Und zwar abgesegnet von seinen Vorgesetzten. Es habe auch viele Gefälligkeitsberichte gegeben. „Und die Menschen da draussen bezahlen für so etwas auch noch Geld“. So offen hat bisher kein Journalist aufgeschrieben, wie korrupt unsere Leitmedien sind.

In diesem brisanten Sachbuch, das innerhalb von nur einem Tag bei Amazon zum Bestseller aufstieg, erfährt der Leser ganz konkret, wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken. Das alles intensiv recherchiert, mit eigenen Erfahrungen ergänzt und mit Hunderten von Belegen untermauert. Der Autor spricht Klartext, nennt Namen.
 
Geheimdienst sass im Besucherraum

Ulfkotte berichtet unter anderem von BND-Mitarbeitern, die im Besucherraum der FAZ in Frankfurt Berichte verfassten, die danach als redaktionelle Beiträge erschienen. Oder über die einflussreichen pro-amerikanischen Seilschaften, in denen viele der prominentesten deutschen Journalisten vertreten sind und unglaubliche Privilegien geniessen. Er schildert, wie sogar Berichte in angeblich seriösen Medien mit viel Geld, teuren Geschenken (zum Beispiel Rolex-Uhren oder Goldmünzen) und Luxus-Reisen gekauft werden. Und er nennt die Propagandafront in den Redaktionen offen beim Namen.

Das alles klingt ungeheuerlich, fast schon unglaublich. Der Leser ist geneigt, an Einzelfälle zu glauben. Handelt es sich um Einzelfälle? Wir stellten Udo Ulfkotte diese Frage. Seine entwaffnende Antwort: „Oh nein, das sind keine Einzelfälle. Ich beschreibe ein System. Und ich nenne in vielen renommierten Medien die Namen jener Mitarbeiter, die sich schmieren lassen. Vor allem: Ich belege das auch. Es geht aber nicht nur um klassische Korruption. Die Gleichschaltung der Medien ist fast noch verheerender. Ich beschreibe ganz konkret, wie und über welche Organisationen Geheimdienste Journalisten für ihre Ziele nutzen, wie die öffentliche Meinung aus dem Hintergrund gelenkt wird und Presse- oder Meinungsfreiheit zur  Farce wird. Ein Beispiel: Da gibt es in manchen Redaktionen Zimmer für Mitarbeiter von Geheimdiensten, die im redaktionellen Teil der Zeitungen Berichte veröffentlichen, so als ob die ein Journalist der Zeitung geschrieben hätte. Es hat bislang noch keiner gewagt, darüber zu schreiben. Ich schaue auch keine Nachrichten mehr. Das sind reine Propagandasendungen“.

Ob Atlantik-Brücke, Trilaterale Kommission oder Bilderberger: Überall tauchen die Namen bekannter deutscher Journalisten auf. Wen wundert da noch die skandalöse pro-amerikanische Einseitigkeit vieler westlicher Medien? Die Atlantik-Brücke zum Beispiel wurde im Jahr 1958 als „Gesellschaft ehemaliger Besatzungsfunktionäre im Nachkriegsdeutschland“ gegründet. Heute erscheinen prominente Politiker und Journalisten auf der Mitgliederliste dieser Organisation, die nach Einschätzung von Experten dem US-amerikanischen Geheimdienst CIA nahe steht. „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, ZDF-Star und Top-Verdiener Claus Kleber, Alexander Graf Lambsdorff sowie führende Köpfe aus der Finanzwelt sind dort zu finden. Das ist kein Geheimnis, sondern alles nachzulesen auf der offiziellen Homepage des „Vereins“. Bemerkenswert, was Arend Oetker, ein früherer Vereinsvorsitzender sagt: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“ Der Verein hat seinen Sitz direkt neben der Privatwohnung  von Angela Merkel.

Zwei Drittel aller Journalisten sind korrupt

Udo Ulfkotte hält zwei von drei Journalisten für bestechlich. Er setzt diese Behauptung nicht einfach nur in die Welt, sondern belegt sie überzeugend. Er nennt Namen aus den öffentlich-rechtlichen Medien, er schaut in die Redaktionsstuben seines ehemaligen Arbeitgebers FAZ. Er nimmt die „Bild“ unter Chefredakteur Dieckmann ins Visier, die mehr als nur Millionen Leser im täglichen Boulevard mit Nachrichten versorgt. Und er beleuchtet die sagenumwobene Bilderberger-Konferenz, also jene Vereinigung, in der sich Macht und Berichterstatter treffen. Grosse Namen wie die nimmersatten Sabine Christiansen und Ulrich Wickert kommen auf den Prüfstand. Ausgerechnet Ulrich Wickert, ist man geneigt zu sagen. Ein Mann, der Bücher über Moral schreibt und sich von unterschiedlichsten Banken als Testimonial fürstlich bezahlen lässt. Weil ihm das alles aber nicht reicht, versucht er sich jetzt als Krimiautor.

„Das Buch bricht ein absolutes Tabu“, verspricht Ulfkotte. Politik, Qualitätsmedien und Finanzeliten werden es hassen, weil ich tausende Namen und Netzwerke enthülle, die lieber im Verborgenen arbeiten. Mag sein, dass viele mich verklagen, aber ich belege alles“.

Sind die Medien also nicht mehr frei, fragen wir nach. „Wie bitte, frei? Ich habe es anfangs nicht gemerkt, wie ich mich in den Spinnennetzen der Hintermänner verfangen habe. Und irgendwann gab es kein Entrinnen mehr. Da hatte man zu viel Gefallen an Gefälligkeiten gefunden und zu viele Luxus-Einladungen angenommen, da war man gekauft. Viele um mich herum waren gekauft und haben so berichtet, wie es die Eliten von uns forderten. Es gab Milliardäre, die uns alles bezahlten. Wirklich alles. Genau das beschreibe ich. Zunächst, wie korrupt ich selbst war. Und dann nenne ich Massen von Namen und Medien, die es heute noch genauso machen. Ich hoffe, dass ich damit etwas verändere. Denn die Menschen da draussen haben ein Recht darauf, nicht weiter belogen zu werden, sondern endlich die Wahrheit zu erfahren“.

Ulfkottes Befund: Teile unserer Medien seien gleichgeschaltet, obrigkeitshörig und rechercheunwillig. Sie versuchten, die Bürger mächtig zu manipulieren. Ulfkotte nennt ein Beispiel: Man könne von Thilo Sarrazin halten, was man wolle. Aber nach allen Umfragen stimme eine überwältigende Mehrheit der Deutschen seinen Thesen zu. Ganz anders sei das bei deutschen Journalisten. Sie erklärten Thilo Sarrazin, der nach den Umfragewerten eine Art Volksheld sei, zum Inbegriff des Bösen. Da werde doch deutlich, wie uns  Journalisten und Medien erziehen wollten, kritisiert Ulfkotte. Sie behandelten uns Bürger wie kleine Kinder. Nicht anders sei es bei der Euro-Einführung gelaufen. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen und Österreicher sei gegen den Euro gewesen. Aber die Medien hätten zusammen mit der Politik an Gehirnwäsche grenzende Kampagnen gestartet, um den Deutschen die D-Mark und den Österreichern die Schillinge zu nehmen. Und heute wolle es keiner gewesen sein. Dabei sässen die Schreibtischtäter vor allem in den Redaktionsstuben.

Unser Fazit nach dieser spannenden Lektüre: Ein Enthüllungs-Buch, das alle erschüttern wird, die noch an den sauberen und unabhängigen Journalismus glauben. Intern sind die korrupten Praktiken vieler Medien und Journalisten bekannt. Doch bislang war dies ein Tabu-Thema. Zu viele profitieren von diesem gut geschmierten System. Udo Ulfkotte ist der Mutige, den jede Wahrheit braucht, um endlich ausgesprochen zu werden.

Was jetzt passieren wird, weiss auch Udo Ulfkotte nicht. Wie wird das System reagieren? Mit Klagen. Wird der Verkauf dieses Buches verboten werden? Müssen ganze Passagen geschwärzt werden? Ausschliessen kann man das leider nicht. Vielleicht ist deshalb nicht schlecht beraten, wer das Buch bestellt, so lange die Erstauflage noch auf dem Markt ist.


 


Dr. Udo Ulfkotte studierte in Freiburg und London. Er berichtete 17 Jahre lang für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, vor allem als Kriegsberichterstatter, und lehrte Sicherheitsmanagement an der Universität Lüneburg. Er ist Geheimdienstfachmann, Fellow des Marshall Memorial Fund der Vereinigten Staaten, war im Planungsstab der Konrad-Adenauer-Stiftung und Referent der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Ulfkotte ist spezialisiert auf Sicherheitsfragen und verfasste zahlreiche Bücher, die Bestsellerauflagen erreichten. Im November vergangenen Jahres erschien zuletzt das Buch Politische Korrektheit.   


8 Kommentar(e)
Werner am 11 November 2014 02:39 Uhr
Die kapitalistischen Systemmedien in Deutschland agieren nach folgendem, einfachem Schema: totschweigen! und wenn das nicht möglich ist, diskreditieren, lügen und versteckte (über Dritte, bezahlte Lügenmäuler, die in den Vordergrund treten), einseitige Propaganda betreiben, die das Ziel /die Sache in den Dreck zieht, bis zur Medialen Hinrichtung!

Wie Recht Dr. Ulfkotte mit seinem neuen Buch Gekaufte Journalisten hat, zeigt die gerade in den Deutschen Propagandamedien laufende Diskreditierung der Gewerkschaft GdL und seines Vorsitzenden Weselsky und natürlich all der Lokführer in Deutschland.

Die Hetze der Medien hier, ist mittlerweile so gleichgeschaltet und einseitig, das nur die dümmsten Deutschen das noch als Unabhängige, lügenfreie, journalistische Berichterstattung "schlucken" können. Das nennen die Medien dann auch noch "freie Berichterstattung".

Allen voran die Boulevard-Journaille Bild, aber auch alle anderen, zahlreichen Zeitungen, wie z.B. die Hamburger mopo, die zum Springer Verlag gehören und die bei der perfiden Medienhetze gegen die Lokführer und deren Gewerkschaft GdL und deren Vorsitzenden Weselsky natürlich alle mitmachen. Wer nicht mittlügt, wird entlassen.

Seit 4 Monaten wird jetzt schon seitens der Bahn, mit ihrer hochbezahlten PR-Abteilung die GdL diskreditiert, ohne auch nur ein einziges mal über Inhalte zu reden.

Und die Medienhuren, mitsamt all den Privatfernsehsender von Bertelsmann, deren wenige Inhaber sich alle extrem gut in Deutschland bedeckt halten (hier insbesondere Elfriede Springer und Liz Mohn), helfen bei der Negativpropaganda fleissig mit, wie z.B. auch der Focus, der das Privathäusschen des Gewerkschaftsvorsitzenden abbildet, ohne zu erwähnen wo Bahnchef Grube denn so wohnt.. .. und wieviel Millionen Euro der Herr Grube im Jahr verdient, wäre auch interessant zu wissen.... ( 4 - 5 Mio. Euro mit allen nicht meldepflichtigen Einnahmen).

Und die Bild veröffentlichte die Telefonnummer des Gewerkschaftschefs, mit Aufruf dort anzurufen. Persönlichkeitsrechte gibt es nur für Bild Chefredakteur Kai Diekmann.

Aber auch staatliche Sender, allen Voran ARD und ZDF zeigen sträflich einseitig, nur ausschließlich genervte Kundeninterviews.

Und zu guter letzt, bringt die SPD ein neues Streikgesetz voran, das ab 2015 kleineren Gewerkschaften endgültig des Streikrecht, in der Praxis tatsächlich zu 99 %, wegnimmt.
Eigenartigerweise wettert sogar der grosse DGB in den Qualitætsmedien gegen die kleine GdL. und die drucken die Hetze fleissig, weil dem DGB die Mitglieder natürlich scharenweise weglaufen, da Alles was sich gegen die Arbeitnehmer richtet, in den letzten Jahren nur noch klanglos von den grossen Gewerkschaften in den Aufsichtsräten abgeknickt wurde (Totschlagargumente, für die mediale Propaganda: Friedenspflicht und Arbeitsplatzrettung).
Und dann kommt eine kleine Gewerkschaft, wie die GdL und setzt sich doch tatsächlich für die Belange ihrer Mitglieder ein...

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Georg Georgina am 04 November 2014 16:52 Uhr
... und in der Entscheidungsfindung der Industrie geht es genau so weiter ... ;-)
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Claus Petersen am 26 Oktober 2014 10:44 Uhr
hatte Udo Ulf schon seit 2008 im AOL-Mail-Verkehr und ihn über die Chemtrailerei in Verbindung mit dem Widerstandsrecht GG 20-4 in Verbindung mit 20 a informiert....Er hat es damals wohl nicht verstehen können, bzw. er wollte nicht verstehen, weil er wohl nicht konnte....Er hat es jetzt erkannt....Danke Ulf...
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Systemkritiker Kritker am 03 Oktober 2014 23:33 Uhr
Wievel Geld investiert der Kopp verlag in die Express Zeitung das der Artikel über das Buch immer wieder nach oben rutscht?
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ExpressZeitung.ch am 06 Oktober 2014 08:33 Uhr
Gar nichts! Es war einfach sehr aktuell mit dem Tag der Wahrheit jetzt am Wochenende. Und dieses Buch ist dermassen brisant als Beleg für die Verwerfungen der Massenmedien, dass es schon etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, auch wenn der Kopp Verlag ein paar Euros mitverdient. Es geht ja um die Sache!
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Leo am 30 September 2014 00:03 Uhr
Ich hab das Buch soeben erhalten und die ersten paar Kapitel gelesen - ist echt der Hammer! Der packt richtig aus und nennt alle Namen. Wow, das müsste ein Erdbeben in den grossen Redaktionen geben. Wetten, keiner schreibt nur ein Wort über das Buch? Und so liefern sie gleich noch den finalen Beweis, wie interessensgesteuert und korrumpiert sie sind! Das war ja wohl Zeit, dass mal jemand aus dieser Zunft so richtig die Karten auf den Tisch legt und diese Medienkonzerne, die dachten, sie seien allmächtig und sie könnten die Menschen endlos anlügen, einfach mal entlarvt. Das bizli Restvertrauen der Leser dürfte dann auch weg sein wenn diese Enthüllungen die Runde machen! Kompliment an U. Ulfkotte für den Mut, hier voraus zu gehen. Die Zeit ist reif für die Post-Medienkonzern-Ära, wo es wieder zur heiligen Pflicht der Journalisten wird, der Wahrheit immer auf den Grund zu gehen und sich von niemandem davon abhalten zu lassen und wo diese Informationen frei um den Globus wandert, ohne Kontrolle durch Staat und Konzerne.
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Luc Fragonard am 29 September 2014 15:17 Uhr
Auch die Schweiz ist Korrupt bis ins Mark. Ausserdem ist das dumme Volk total Hirngewaschen. Der Terror kennt keine Grenzen. Wir werden geplündert und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
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Saul Alinsky am 28 September 2014 18:48 Uhr
Es wäre schön wenn sich einer die Mühe machen würde, die schweizerische Medienlandschaft unter dieser Perspektive zu durchleuchten.Zum Beispiel in Viktor Parmas süffigem Stil würden sich das viele gerne zu Gemüte führen. Aber vielleicht schafft das auch ein Anderer.
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