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Der Geheimplan hinter  Markus Lanz Skandalsendung
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27 März 2014 Autor: Heiko Schrang | Quelle:wwww.macht-steuert-wissen.de | Kommentar(e): 3

Markus Lanz aggressiver Interviewstil in seiner gleichnamigen Sendung vom 16.01.2014 gegenüber Sahra Wagenknecht brachte bei vielen Zuschauern das Fass zum überlaufen und führte schließlich zu einer Online-Petition aufgebrachter Rundfunkgebührenzahler. Diese Petition hat mittlerweile ca. eine Viertel Million Unterstützer.

Lanz

Schon 2007 wurde offensichtlich, dass die deutsche Fernsehlandschaft nicht bereit ist, in angemessener Art und Weise über Themen zu diskutieren, die vom Mainstream abweichen. Leidvoll musste diese Erfahrung auch die Fernsehmoderatorin Eva Hermann bei der Sendung von J. B. Kerner machen. Aufgrund ihrer Äußerung zur Familienpolitik im Dritten Reich, wurde sie von Johannes B. Kerner aus der Sendung geschmissen. Kerner nahm die Rolle des Inquisitors ein und statuierte damit ein Exempel.

Bei genauer Betrachtung von politischen Sendungen ist immer mehr festzustellen, dass eine Vereinheitlichung, ähnlich wie zu DDR-Zeiten, erfolgt.

Warum das so ist, wurde mir in den letzten Tagen von einem Insider der Medienlandschaft mitgeteilt, der sich anonym an mich wandte. Er hoffte, dass ich dieses Thema aufgreife, da er mein Buch kannte, an welches sich aufgrund der Brisanz kein Verlag traute und welches ebenfalls hochbrisante Themen behandelt.

Nach seinen Aussagen soll es für die Spitze der Moderatoren in Deutschland spezielle rhetorische Schulungen geben, wie mit Gästen umzugehen ist, die eine systemkritische Haltung vertreten (z.B. Euro, EU, Einwanderungsdebatte etc.). Ferner gilt, nach seinen Aussagen, zu diesem Schulungssystem ein absolutes Stillschweigen.

Die nachstehenden Punkte sollen Teil dieser speziellen rhetorischen Schulung sein:
  • Die Motive des Kontrahenten müssen in Frage gestellt werden, so dass der Zuschauer den Eindruck gewinnt, dass er nur von persönlichen bzw. materiellen Vorteilen motiviert ist.
  • Der Moderator hat empört zu reagieren, wenn bestimmte Personen bzw. angesehene Gruppen angegriffen werden. In diesem Fall ist die Diskussion über Tatsachen zu vermeiden und der Gegner in die Defensive zu drängen.
  • Egal, welche Beweise der Talkgast liefert, er muss denunziert werden, als verbreite er Gerüchte. Sollte der Kontrahent sich auf Internet-Quellen beziehen, ist wie folgt zu verfahren: Sie müssen als unseriös und als Verschwörung dargestellt werden.
  • Sollte die Diskussion entgleiten, ist der Talkgast mit inakzeptablen Gruppen in Verbindung zu bringen: Rechtsradikale, Rassisten, Verschwörungstheoretiker und sonstige Fanatiker usw.
  • Sollte der Kontrahent sich nicht rhetorisch einwandfrei ausdrücken können, ist ihm mangelnde Sachkenntnis zu unterstellen.
  • Unbedingt muss die gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleichgesetzt werden, um Argumente zu entkräften.
  • Sollte sich der Talkgast als zu hartnäckig in der Argumentation zeigen, dann soll die Position des Gegners mit der Begründung entkräftet werden, das Thema sei schon tausendmal durchgekaut und daher nicht der Diskussion wert.
  • Gegebenenfalls ist der Kontrahent so lange zu provozieren, bis er emotionale Reaktionen zeigt. Daraufhin sollte er als nicht kritikfähig dargestellt werden.
  • Wie im Fall des 11. September 2001 soll darauf verwiesen werden, dass große Verschwörungen pauschal unmöglich durchführbar sind, da viele Menschen daran beteiligt sein müssten und die Sache nicht geheim gehalten werden könnte.
  • Sollte der Talkgast bei den vorstehenden Punkten noch standhaft bei seiner Meinung bleiben, müssen von ihm Beweise verlangt werden, die er nicht erbringen kann und jede offene Frage soll als argumentative Bankrotterklärung gewertet werden.

Sollte dieser Fahrplan, so wie er mir mitgeteilt worden ist, tatsächlich existieren, dürften Sie zukünftigen Talkshows mit anderen Augen sehen. Aber gehen Sie nicht davon aus, dass sich etwas ändert, denn ARD und ZDF haben ja schließlich einen politischen Programmauftrag, der die Vorgaben aus Berlin und Brüssel in vollem Umfang erfüllen muss.

Ungeachtet der neuen Zwangsabgabe in Form der GEZ ist es jetzt wichtiger denn je: Wer weniger fernsieht, sieht mehr durch.
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Heiko Schrank zu Besuch bei Norbert Brakenwagen in der Sendung TimeToDo.ch

Heiko Schrang
publiziert als Autor für den bekannten Börsen-Onlinedienst wallstreet:online, Goldseiten sowie MMNews. Seine Artikel bei wallstreet:online gehören zu den Meistgelesenen.

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„Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ Seit der Finanzkrise 2008 offenbart es sich dem Interessierten immer mehr, dass mächtige Gruppen die Verursacher der Finanzkrise und gleichzeitig deren Profiteure sind. Wer sind diese Interessengruppen, die im Hintergrund die Fäden ziehen? Was passiert mit Politikern, die nicht mitspielen wollen?

Link - Videotrailer zum Buch!

BC Ohnebeschnitt Front
3 Kommentar(e)
Berndchen am 08 September 2014 19:16 Uhr
Die aufgelisteten Verhaltensweisen entsprechen auffallend den "Erkennungsmerkmalen von Trollen" im Internet, und zwar solcher professioneller Trolle, die in Diensten der PsyOps der Geheimdienste stehen. Erstaunlich!

bronsteyn.wordpress.com/2012/04/14/erkennungsmerkmale-von-trollen/
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U. Woyke am 31 März 2014 08:51 Uhr
Ich habe die Sendung damals gesehen. Besonders bewundert habe ich Frau Wagenknecht, die nicht die Fassung verlor. Hätte Markus Lanz keine Unterstützung durch Herrn Jörges gehabt, hätte er so dominant gar nicht auftreten können.
Was extrem auffällt bei den sogenannten Talkshows ist die Annahme der Produzierenden, vor dem Fernseher sitzen Vollidioten. Die Argumente von Herrn Lanz und seine aggressive Vorgehensweise sollten für den Zuschauer einfach nur die Illusion erwecken, ein intelligenter und gut informierter Moderator führe dieses Gespräch. Wer genauer hinhörte und die politische Lage durch verschiedene Quellen bewertet, merkte sehr bald, welches Ziel dort verfolgt wurde.
Ich bin gewiss kein leidenschaftlicher Anhänger der LINKEN, aber trotzdem bewahre ich mir eine objektive Herangehensweise an aktuell politsche Themen. In diesem Fall jedoch komme ich zu dem Urteil, dass hier mit öffentlichen Geldern die Zuschauer intellektuell beleidigt werden. Diese Tendenz sollte uns alle sehr nachdenklich machen.
Neuerdings haben wir ja die Krim-Krise, an der wir jetzt sogar militärisch mitwirken wollen (oder sollen?). Haben wir wirklich eine Krim-Krise?
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Romy am 28 März 2014 14:10 Uhr
Markus Lanz fällt immer wieder unangenehm auf. Ich sah mal eine Sendung, in der er einem Gast Drogenkonsum unterstellte, obschon diese Dame immer wieder betonte, sie hätte nie Drogen konsumiert. Lanz: Geben Sie es doch zu, wir sind ja heute unter uns, dass Sie Drogen konsumierten. Gast: Nein, ich gebe doch nicht etwas zu was ich nicht tat. Lanz: Ach kommen Sie, es ist jetzt spät und die Kinder sind im Bett, geben Sie es doch endlich zu. Gast: Nein, und nochmals nein, ich habe keine Drogen genommen. Land insestierte noch einige Male. Auch in einer anderen Sendung zum Thema Cannabis war durchschaubar, dass er für Cannabis lobbyiert. Lanz stufe ich als einen üblen Burschen ein.
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