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ARD-Kriegsreporter über die wahren Drahtzieher des Jugoslawienkriegs    
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03 Dezember 2014 Autor:  Redaktion | Kommentar(e): 0

"Wenn es die Medien nicht gegeben hätte, dann wäre es vermutlich nicht zu diesem blutigen Krieg gekommen. Erstaunlich" schreibt Marko Jošilo in seinem packenden Erstlingswerk," plötzlich ist der Krieg da, und keiner hat's gemerkt!"

ARD-Kriegsreporter über die wahren Drahtzieher des Jugoslawienkriegs
Der deutsche Autor, in Sarajevo geboren, schildert in diesem atemberaubenden Buch all die grauenhaften Begleiterscheinungen vom Beginn des Jugoslawien-Krieges an.  Er schafft es auf berührende Weise, den Leser an der Hand zu nehmen und ihn mit einem lachenden und einem weinende Auge über die Kriegstrümmer Serbiens, Bosniens, Kroatiens, Sloweniens und Montenegros hinweg zu laverieren.

Jošilo kannte alle massgeblichen politischen Vertreter der verschiedenen Glaubens-, beziehungsweise Bevölkerungsgruppen persönlich. Er trank so manchen guten irischen Whisky mit dem früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic, führte zahlreiche Gespräche mit dem Präsidenten der serbischen Republik in Bosnien und Herzegowina, Radovan Karadzic, er traf den islamischen Gegenspieler Alija Izetbegovic zu mehreren Interviews und kannte sich hervorragend aus in den Ränke- und Machtspielen, die diese und weitere frühere Köpfe aus Politik, Geldmacht und Medien organisierten und damit schliesslich Jugoslawien zum Zerfall brachten.

Mit viel Fingerspitzengefühl und einer aussergewöhnlich ausgeprägten Menschenkenntnis offenbart uns Marko Jošilo Einblicke in die Hinterzimmer der Macht. In seinem Buch, das es in Punkto Spannung mit jedem Bestsellerkrimi locker aufnimmt, beleuchtet er unter anderem auch die zerstörerische Macht der NATO, die durch die Einmischung in die inneren Angelegenheiten, durch tage- und nächtelange Bombardements gegen die Zivilbevölkerung Jugoslawiens, dieses einst blühende Land, in Schutt und Asche legte. Doch berichtet der Autor auch über die Rolle der internationalen Medien, sowohl der Presse Jugoslawiens als auch der Berichterstattung in Deutschland, Europa und der Welt. Dem Leser stockt der Atem, wenn er sich selbst an die umfangreiche Medienpropaganda zu diesem verheerenden Krieg damals erinnert, während sich die Faktenlage heute doch so ganz anders darstellt. Er erkennt, dass auch er Opfer dieses Krieges geworden war, ein Opfer der Medien!

WIE MEDIEN KRIEG MACHEN





Marko Jošilo 3


Marko Jošilo
ist ein deutscher Journalist. Geboren 1949 als jugoslawischer Staatsbürger   bei Sarajevo in Bosnien, wurde er Anfang der 90er Jahre in Deutschland eingebürgert.

Marko Jošilo begann 1975 mit seinem Studium für Journalistik, Geschichte und Politikwissenschaften in der ersten Studentengeneration der Journalistik an der Universität Dortmund. Abschluss 1981 als Diplom-Journalist. Während des Studiums absolvierte er bereits Praktika bei der Deutschen Welle und dem WDR in Köln.

Seit 1981 freie Tätigkeit für den WDR als Journalist, Reporter und Film-Autor. 1991 wurde Marko Jošilo vom WDR nach Belgrad als Reporter geschickt, mit dem Beginn des Jugoslawienkrieges arbeitete er als Kriegsreporter und freier Produzent für den WDR und andere ARD-Sender, u.a. auch     für Tagesschau und Tagesthemen. Außerdem lieferte er unzählige TV-Beiträge an diverse weitere Sender wie ZDF, RTL, Pro7 und viele mehr.

2004 kehrte Jošilo aus Serbien nach Deutschland zurück. Heute lebt er in Nordrhein-Westfalen, produziert TV-Beiträge und schreibt tagesaktuelle Artikel.

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