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Der Geschlechterkrieg - wie unsere Welt aus den Angeln gehoben wird
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25 Februar 2014 Autor: Eva Herman

Was ist los auf der Welt? An allen Ecken und Enden entbrennen Kriege! Nicht nur Glaubens-Währungs-und Finanzgefechte sind es, sondern jetzt kommt eine ganz neue Dimension daher: Die Verwirrung der Geschlechter! Lange schwelten sie leise vor sich hin, die vielen Lunten, von verdeckter Hand vor Jahren schon angesengt: Aufmerksame Beobachter warnten. Doch offenbar ist jetzt die Zündung erfolgt. Damit jeder Bürger sich auf die bevorstehende Situation vorbereiten kann, hier ein paar Stichworte und Hintergründe zur Entwicklung: Feminismus, Gleichstellung, Sexismus, Homophobie, Paraphilie, Frühsexualisierung, Umerziehung.

Herman Neu Rechteckig

Dass die Feministinnen schon seit Jahrzehnten das Frauenbild weltweit zu verändern suchen, weiss inzwischen jeder. Ihr einfaches Motto lautete stets: Frau ist gut, Mann ist schlecht!

Da die Feministinnen-Lobby von Beginn an bei Staat und Medien erstaunlich erfolgreich war und stets Rückenwind erhielt, während das noch konservative Volk Ende der Sechziger gegen diese »Auswüchse« wütend auf die Barrikaden ging, vermuten manche Kritiker heute, dass für diese »Dienste« gar einige Sümmchen geflossen sein könnten, von höherer Stelle sozusagen, manche sprechen von Geheimdiensten. Nach dem Steuerskandal der bundesdeutschen Chef-Feministin Schwarzer Anfang 2014 würde dies kaum verwundern: Bis heute hat sie noch Niemandem erklären können, woher die aus einem Arbeiterviertel in Wuppertal stammende, stets schwarzgekleidete Emanzipations-Ikone plötzlich sieben Millionen Deutsche Mark hatte, die sie persönlich im Auto über die Grenze in die Schweiz geschafft haben will. Aber sei es drum, um das Schwarz(er)-Geld geht es hier gar nicht.

Während der Feminismus den Frauen also versprach, sie seien mindestens genau so klug wie die Männer (eigentlich sogar noch klüger), mindestens genau so stark (eigentlich sogar noch stärker), sie könnten auch mindestens genau so viel Geld verdienen wie Männer (eigentlich sogar noch viel mehr), und erhielten dadurch mindestens genau so viel Anerkennung, kam alles jedoch ziemlich anders! Frauen verdienen heute noch ca. zwanzig Prozent weniger als Männer, die von der Politik initiierte künstliche Frauenquote nagt schmerzhaft an ihrer Ehre, die Anforderungsstandards bei Polizei, Feuerwehr und Armee werden ständig herunter gepegelt, weil die körperlich schwächeren Frauen, die jetzt ja auch dort mitmachen dürfen, die Prüfungen sonst nicht schaffen. Na, ja, und so weiter…. Eigentlich alles Lüge, diese vielen Versprechen.

Im Gegenteil, nun sitzen sie richtig in der Falle, die Frauen, weil sie jetzt nämlich ALLES selber machen müssen: Geld verdienen, Erfolg haben (Karriere kann anstrengend sein), Kinder können ebenfalls nur sie, die Frauen bekommen, also das kommt auch noch dazu, und den Haushalt erledigen die Männer nun einmal nicht befriedigend, und sie werden es ihren Frauen auch in hundert Jahren nicht rechtmachen können! Also machen die Frauen es lieber gleich auch noch selbst.  Na, ja, und so weiter…. Eben auch alles Lüge, diese vielen Geschichten von der Freiheit für die Frau. Eher moderne Sklaverei.

Dann kam Gender Mainstreaming. Das grösste Umerziehungsprogramm der Menschheit. Es kam herangesegelt im Windschatten eines inzwischen fast zum lesbokratischen Stalinismus mutierten Feminismus. Das Motto: Frau ja, Mann: grundsätzlich nein! Frauenförderung 100 Prozent, Männerförderung: überhaupt nicht nötig!

Und weil die Frau ja eigentlich alles so gut kann wie der Mann, ist es damit obsolet geworden, überhaupt noch zwei Geschlechter zu haben. Mit Gender wurden sie abgeschafft! Kein Scherz!

Verbindlich festgelegt für alle UNO-Länder der Erde wurde das 1995 bei der UNO-Weltfrauenkonferenz in Peking. Für sämtliche Staaten wurde Gender zur politisch fest verpflichtenden »Ordnung« festgeschrieben. Milliarden an Steuergeldern flossen bereits in die Programme. Durch Gender-Massnahmen in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen soll die zunehmende Einsicht eines jeden Bürgers auf der ganzen Welt nachhaltig manifestiert werden, dass es das klassische Geschlecht von Mann und Frau in Wirklichkeit gar nicht gibt und es auch noch nie gegeben hat. Alles ist gleich! Alles ist eins. Unique ist schick! Erstaunlich nur, dass dies noch niemandem in den vergangenen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte aufgefallen war. Und irgendwie ging es ja auch immer ohne Gender. Oder? Jedenfalls die letzten tausende Jahre, an die man sich noch so erinnern kann.

Jeder Mensch ist also – nach der Gender-Definition von EU und UNO, bei seiner Geburt geschlechtsneutral. Typische Männlichkeit und typische Weiblichkeit werden nach Gender Mainstreaming nur durch die Erziehung und das soziale Umfeld »künstlich« entwickelt, hauptsächlich von den Eltern, den Grosseltern, Kindergarten,  Schule usw., dem sozialen Umfeld eben. Und typische Männlichkeit und typische Weiblichkeit sind nun sexistisch! Kein Scherz! Aber ziemlich schade!

Mit Gender änderten viele Länder ihre Gesetze. Nie gehört? In der Behördensprache der USA zum Beispiel wurden die Begriffe »Vater« und »Mutter« abgeschafft. Dort heisst es jetzt: »Parent one« oder »Parent two«. Ebenfalls: Kein Scherz! In Schweden hielt vor kurzem ein neues Kunstwort Einzug in die Landessprache, das kleine Wörtchen »hen«. Es dient dazu, dass eine Person angesprochen wird, ohne dass man dabei dass Geschlecht erwähnen muss. Denn in Schweden gilt es inzwischen –dank Gender - als eine ausgesprochene Diskriminierung, wenn man als Mann oder Frau angesprochen wird.

In der EU darf  in der Fernsehwerbung auch keine Frau mehr am Herd und an der Waschmaschine gezeigt werden, der Grund: Dies ist für die Frauen diskriminierend und entwertend, Sexismus pur! Wer allerdings die Rolle stattdessen einnimmt, kann man jetzt jeden Abend in der bunten Flimmerkiste bewundern: die Männer. In schicker Schürze meist, und mit trotteligem Gesicht! Denn sie sollen ausserdem durch EU- Gesetzesänderungen und mediale Unterstützung vermehrt zu Hausarbeit und Familienmanagement gezwungen werden, aus dem Beruf heraus, hinein ins Haus. Ein Imagewechsel, sozusagen.

Während die Frau (die es ja eigentlich nicht gibt) der Karriere in jedem Fall den Vorrang vor der Familie geben soll. In schickem Business-Kostüm,- und sehr souverän! Auch dass der deutsche Hausfrauenbund sich vor kurzem umbenannte, weil der Begriff Hausfrau nach über 90 Jahren nicht mehr modern ist, stimmt ebenso. Er heisst jetzt übrigens »DHB – Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden«. Kann man sich doch auch viel besser merken.

Dass die 2006 erschienene Neuübersetzung der Bibel in gerechter Sprache das erste deutschsprachige Projekt ist, das die Forderung nach geschlechtergerechter Gender-Sprache umsetzt, ist ebenfalls kein Gerücht. Und dass jeder Autolenker beim Überfahren der Grenze Deutschland–Österreich, am Grenzübergang Kiefersfelden, von einem feministischen Gruss gelockt wird, gehört jetzt offenbar zur österreichisch-deutschen Freundschaft: In grossen Lettern steht dort: »Grüss Göttin!« Wirklich, wirklich, alles leider kein Witz!

Gleichzeitig mit Gender Mainstreaming eroberte schliesslich die Homo-und Lesben-Lobby die Weltbühne. Halt: Nichts gegen Homos und Lesben! Schwierig wird es nur, wenn das bislang als normal Geltende, die Heterosexualität, nun ins Visier der politisch Korrekten gerät, und die immerhin noch grösste Bevölkerungsgruppe Schritt für Schritt umerzogen werden soll. Dafür wurden neue Gesetze gemacht: »Homophobie« ist jetzt ein Straftatbestand geworden und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet. Waren früher hiermit Beleidigungen gegen Homosexuelle verboten worden, ist nun auch Kritik nicht mehr erlaubt.

Und jetzt sollen die Grundgesetze der Länder, Kantone und Bundesstaaten geändert werden, um die Anerkennung der »sexuellen Identität« bzw. der »sexuellen Orientierung« mit aufzunehmen, ebenso schlagen die inzwischen weltweiten Diskussionen um Homo-Ehe und Adoptionsrecht für Homosexuelle hohe Wellen. Klar, die Zeit bleibt nicht stehen, alle Strukturen haben sich verändert, sagen die Befürworter, man kann das Rad nicht mehr zurückdrehen. Aber die Frage muss erlaubt sein: Wo fängt es an, wo hört es auf? Und wer ist eigentlich der Zeitgeist? Etwa ein unbegreifliches Phänomen? Oder handelt es sich um von Menschen gemachte Strömungen?

Vor allem, wenn man sich die »modernen« Pläne von Grünen und Roten anschaut, die jetzt eine europaweite Frühsexualisierung der Kinder an Grundschulen vorsehen, die zum Teil bereits umgesetzt wird. Davon können die Schweizer ein Lied singen, die seit 2011 über den »Sexkoffer« an Schulen diskutieren, der heikles Aufklärungsmaterial wie Plüsch-Vagina und Holzpenis birgt. So richtete sich denn auch bald eine Volksinitiative gegen die Pläne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), dem vorgeworfen wurde, »unter dem Vorwand der Aidsprävention Sexualkundeunterricht für kleine Kinder forcieren zu wollen«. Wegen des Protestes wurde schliesslich «pornografisches Material» aus dem Sex-Koffer entfernt, der Lehrplan 21 orientiere sich damit an den Vorgaben der Initiative, heisst es. Weitere Petitionen laufen noch, das Thema ist nicht erledigt.

Doch nicht nur die Schweizer leiden unter der »Aufklärungsarbeit« besonders fortschrittlicher Politiker. Ihre nördlichen deutschen Nachbarn, die Baden-Württemberger, diskutieren derzeit erhitzt über die künftigen Richtlinien für Lehrer, wie man sich diese unter der grün-roten Landesregierung vorstellt. Die Publikation zur Frauen-und Diskriminierungspolitik, die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stammt und über den Landesverband veröffentlicht wurde, zeigt auf, in welche Richtung der allgemeine Schulunterricht künftig gestaltet werden soll. Der Titel für die Lehrer lautet »Lesbische und schwule Lebensweisen - ein Thema für die Schule«. Unter anderem wird in den Schulkindern eine »Elektroschocktherapie gegen heterosexuelles Verhalten, welches schliesslich zu Geschlechtskrankheiten und zur Überbevölkerung der Erde führe«, vorgeschlagen.

Im Vorwort des Ratgebers liest man unter anderem: »Offen lebende lesbische, schwule, bisexuelle oder transgender Pädagoginnen und Pädagogen haben Vorbildfunktion. Sie tragen dazu bei, dass scheinbar Aussergewöhnliches alltäglich wird. (…) Es ist sicherlich unstrittig, dass Demokratie- und Sexualerziehung zwingender Bestandteil einer umfassenden Bildung und Erziehung sind«. Und weiter heisst es: »Die Schule ist dann ein sicherer Ort für alle, wenn Lehrkräfte, Schüler/innen und Eltern Vielfalt als Bereicherung ansehen und damit Minderheiten und Mehrheiten sich nicht als gegenseitige Bedrohung empfinden. Dazu gehört, dass auch lesbische und schwule Lehrkräfte sich ohne Angst zu erkennen geben können. Ausserdem muss das Thema sexuelle Orientierung selbstverständlich in den Unterricht eingebunden sein«.

Dass das klassische Familienbild von Vater, Mutter und Kindern aus dem künftigen Bewusstsein der Lehrer gelöscht werden soll, weil diese Lebensform »in der Auflösung begriffen ist«, wird klar hervorgehoben: »Viele Lehrerinnen und Lehrer vermitteln in ihrem Unterricht, sei es Sexualkunde, Mathematik oder ein anderes Fach, den Eindruck, Heterosexualität sei das „Normale“ (…). Aber auch beim Lesen, Schreiben und Rechnen wird implizit das Bild von der „Vater-Mutter-Kind-Familie“ vermittelt, obwohl diese Familienform am Anfang des 21. Jahrhunderts in Auflösung begriffen ist«. Übrigens wieder einmal: Alles kein Scherz!

Tja, und auch die Österreicher haben sich jetzt, politisch ganz korrekt, unter die bunte Regenbogen-Fahne begeben und ihren Einfluss auf die immer fortschrittlichere EU ausgeübt. So hatte die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek einen Bericht vorgelegt, in dem sie strategische Ziele formulierte, wie das EU-Parlament sich stärker für die Rechte und gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen einsetzen könnte. Lunacek war, trotz einer Gegenpetition mit über 40 000 Unterschriften, erfolgreich, weswegen ihr Bericht jetzt auch als »Lunacek-Bericht« in die Annalen eingeht: 394 Parlamentarier stimmten zu Jahresbeginn 2014 in Strassburg dafür, 176 dagegen. Doch  Frau Lunacek hatte noch weitere Vorschläge gemacht: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollten EU-weit anerkannt und die »Störungen der Geschlechtsidentität« von der Liste der psychischen bzw. der Verhaltensstörungen der WHO gestrichen werden.

Ob Lunacek allerdings weiss, welche Störungen auf diese Liste gehören, die sie nun  abschaffen will, bleibt fraglich. Denn die Auslegung des Begriffs »sexuelle Orientierung« im Handbuch Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung führt insgesamt 23 verschiedene Formen von sexuellen Praktiken auf, von denen in früheren Zeiten die meisten noch unter die Bezeichnung Perversion fielen. Die Gegner setzen sich entschieden zur Wehr, dass ihr Abweichen von der Norm als »psychische Krankheit« gilt. Aus Diskriminierungsgründen wurde der Begriff Perversion abgeschafft und durch Paraphilie ersetzt. Auf der Paraphilie-Liste finden sich derzeit die genannten 23  Formen, darunter  Fetischismus, Exhibitionismus, Sadismus, Sodomie,  Nekrophilie und Koprophilie und, welch eine Überraschung, auch die Pädophilie!

Wer jetzt über die aktuelle Edathy-Affäre (auch Pädathy-Affäre genannt)  weiterdiskutieren will, die die deutsche Grosse Koalition von SPD, CDU und CSU derzeit erschüttert, dem sei gesagt: Hier herrscht noch zu viel Aufklärungsbedarf, als das man schon Fakten nennen könnte. Und die Arbeit wird auch nicht einfach werden, denn eines ist sicher: Wenn es in Politik und Medien um Vorwürfe des Kindesmissbrauchs geht, egal, gegen wen sie erhoben werden, dann stösst man merkwürdigerweise auf eine dicke Mauer des Schweigens, ob in Deutschland, England, in der Schweiz, in Belgien oder sonst wo auf der Welt. Gerade so, als ob keine Krähe der anderen ein Auge aushacken möchte. Komisch, oder? Und auch das ist, zum guten Schluss, wieder einmal kein Witz! Da im Mai die Europawahlen stattfinden, wird sich eh nicht mehr viel tun, was uns inhaltlich noch erhellen könnte.

Ob das alles wohl so gemeint war, als der Schöpfer dem Menschen einst sagte: Mach Dir die Welt untertan? Kaum zu glauben. Der Fortschritt hat viele Vorteile, gewiss. Doch die entscheidende Frage ist: Von was schreiten wir jetzt eigentlich fort?

Eva Herman ist Journalistin, Autorin und Moderatorin. Sie war 18 Jahre Tagesschau-Sprecherin bei der ARD. Von 1997 bis 2007 moderierte sie neben zahlreichen ARD-Sendungen ihre eigene monatliche NDR-Talkshow Herman und Titjen und sieben Jahre lang die Kult-Quizshow Wer hat´s gesehen?

Eva Herman wurde mehrmals zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gekürt, sie ist Autorin mehrerer Bücher. Ihr Bestseller Dann kamst Du wurde von der ARD verfilmt. Mit dem Buch Das Eva-Prinzip (2006) stürmte sie unmittelbar nach Erscheinen die Bestsellerlisten und entfachte eine deutschlandweite Debatte. Ihr darauffolgendes Sachbuch Das Prinzip Arche Noah führte zu einem Eklat: Ihre Aussagen wurden von den Medien verfälscht, Eva Herman verlor ihren NDR-Job, ein Besuch in der ZDF-Kerner-Sendung endete mit einem weiteren Skandal. Eva Herman lebt in Hamburg, ist verheiratet und hat einen Sohn.

4 Kommentar(e)
Wolfgang Kugler am 05 März 2014 23:21 Uhr
Den Wirbel um Themen wie bsp.weise das Homoadoptionsrecht verstehe ich überhaupt nicht. Ich habe mich mit meiner Frau sowie Freunden und Bekannten über das Thema unterhalten und stelle fest: 'Niemand hat die Absicht, einen Homo zu adoptieren'. ;-)
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Hebel am 17 März 2014 12:53 Uhr
Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.
Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde ("Use it or lose it").
[siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]
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nonnen am 02 März 2014 16:21 Uhr
Vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme durch Gender Mainstreaming bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa).
Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
[Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann und über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014 nachzulesen]
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TG am 19 September 2014 01:56 Uhr
nonnen, nicht alles was sich eine Studie nennt, bildet Realität ab, nicht alles was in einem Wissenschaftsmagazin steht, ist faktisch korrekt und in jeder Hinsicht vor Drucklegung kritisch geprüft worden. Es gibt tatsächlich männlich funktionierende Gehirne in vermeintlich weiblichen Menschenkörpern und es gibt faktisch weiblich funktionierende Gehirne in vermeintlich männlichen Körpern und es gibt viele Abstufungen und Facetten zwischen jedem Extrem. Man gehe mit offener Wahrnehmung durch seine Umwelt und betrachte in allen Hinsichten, so unterliegt man nicht so schnell dem einseitig geprägten Blickwinkel, den man einst gelernt zu haben glaubte.

Und komisch, Hebel, es ist ein reales Beispiel, dass ein vermeintliches Mädchen, das in einem Frauenhaushalt mit abwesendem Vater in sich selbst männliche Eigenschaften schon als Kind hatte und lebte und zum Glück seine Mutter nicht versucht hat, es zum Mädchenhaften zu verbiegen. Es gab in dieser Familie niemanden, in dem es sich hätte als männlich spiegeln können, aber dieses "Mädchen" ist ein hervorragender technisch verständiger Mensch mit einem besseren Sinn für das Räumliche und fährt gekonnter Auto als viele, die sich für Männer halten.
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