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"Medien, Macht und Manipulationen..." 
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20 August 2014 Autor: Redaktion |  Kommentar(e): 0

Seit einiger Zeit kommen die Leser/Innen der ExpressZeitung in den regelmässigen Genuss interessanter Artikeln aus der Feder von Eva Herman. Die ehemalige Fernsehmoderatorin und Tagesschausprecherin machte eine Bilderbuchkarriere in der Medienbranche und hatte damals Bekanntheits- und Beliebtheitswerte von denen die Bundeskanzlerin nur träumen könnte. Dann kam der Bruch mit dem System, als Sie damit begann, die Machenschaften der Medien zu hinterfragen. In einer beispielslosen Rufmordkampagne wurde Sie medial geschlachtet und zur Persona non grata erklärt. Im Gespräch mit Michael Vogt und Andreas Popp über die Manipulationen der Medien gewährt uns Eva Herman exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Mainstreammedien. Das Gespräch in voller Länge ist ein „must see“ für alle kritischen Leser!

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Michael Vogt: Eva, was war bei dir damals der Auslöser, dass Du angefangen hast mit Nachdenken und mit Hinterfragen? Wann hast Du für dich gemerkt, dass es mit den Medien in dieser Form nicht weiter gehen kann?

Eva Herman: Das war ein Prozess, der leider länger gedauert hat, als ich mir das heute wünschen würde, denn ich war lange Zeit klar davon überzeugt, dass das, was wir berichtet haben, immer der Wahrheit entsprach und vollkommen objektiv, sachlich und neutral zusammengefasst wurde. Und ich hatte nach den Nachrichtensendungen immer das Gefühl, etwas Gutes für die Menschheit geleistet zu haben. Ich bin dann über die Jahre mehr und mehr ins Stolpern geraten, denn wir haben bei der Tagesschau als Sprecher die Nachrichten nicht selbst geschrieben, sondern – das ist heute auch so – vom Blatt abgelesen. Und manche Kollegen haben sich dahin entwickelt, sich selber zu informieren. Zu denen gehörte auch ich – zunehmend. Mein Weltbild kam dadurch schnell ins Wanken. Das entscheidende Ereignis war, als ich Mutter wurde und feststellte, dass das, was von aussen als Erwartungshaltung kam, (Karriere-Frau mit Kind, wow ist das super, wie du das alles unter einem Hut bekommst) nicht mit meiner inneren Haltung übereinstimmte. Ich war Vollblutmutter und wäre am liebsten mit meinem Kind rund um die Uhr zusammen gewesen und litt darunter, wenn ich das Flugticket in der Hand hatte, um zu irgendeiner Sendung zu fliegen und mein Kind bei der Omi zu Hause blieb. Spätestens dann merkte ich, da stimmt irgendetwas nicht!

M. Vogt: Nun hast du dich mit diesem Thema nicht nur selber befasst, sondern bist publizistisch nach draussen gegangen und hast darüber geschrieben. Ist dieser Tabubruch, in einem System, wo etwas anderes propagiert wird, dein eigentliches Gedankenverbrechen, dein eigentliches Vergehen gewesen?

E. Herman: Ja, das war ein klarer Tabubruch im öffentlichen Leben gewesen. Es begann schon viel früher, aber wahrgenommen wurde ich ab etwa 2006, als ich im Magazin CICERO den Essay „Die Emanzipation – ein Irrtum?“ veröffentlichte … Ich war bislang nicht auffällig im System. Ich war eine Karriere-Frau, alle fanden ganz toll, was ich machte und ich war überall voll dabei. Von diesem Zeitpunkt an veränderte sich das Bild schlagartig. Mit jeder Veröffentlichung geriet ich weiter unter Verdacht. Und wenn ich dann in die Redaktion kam, verstummten alle und die Reaktionen mir gegenüber waren alles andere als freundschaftlich.

Es wurde immer enger für mich. Es kamen dann auch Warnungen aus Reihen meiner Vorgesetzten – „wenn du damit nicht aufhörst, dann wird es ungemütlich für dich“. Man muss einfach wissen – es gibt einen Mainstream, der öffentlich in den Medien dargestellt wird – das ist die Richtung, da geht es lang und so habt ihr zu denken, und wer dagegen denkt oder etwas dagegen sagt, der bekommt Ärger…

M. Vogt: Das heisst, dir als Journalistin wurde vorgeschrieben, dich mit deiner Meinung zurück zu halten weil du sonst den Job verlieren würdest? Oder einfacher ausgedrückt: Klappe halten und Job weiter machen oder den Platz räumen und Karriere beenden?

E. Herman: So ist es. Sie haben es damit begründet, dass meine Veröffentlichungen die angebliche Neutralität der Tagesschau gefährden könnte. Merkwürdig war nur, dass ich bereits 2006 ein Abkommen mit dem Chefredakteur der Tagesschau getroffen hatte, für ein Jahr aus der Tagesschau auszusteigen, um 2007 ein weiteres Buch zu veröffentlichen. Mit diesem Buch wurde dann die rechtliche Entfernung aus dem System begründet.

Dies war also sehr wohl gewollt. Man darf nicht vergessen, - und das sage ich jetzt nicht aus Eitelkeit; Ich hatte 2006 einen Bekanntheitsgrad von 97 Prozent. Dazu gab es mehrere Umfragen, wonach ich als beliebteste Moderatorin ernannt wurde. Ich hatte durch fast 20 Jahre Tagesschauarbeit einen hohen Glaubwürdigkeitsgrad. Und all das Zusammen war nicht ganz ungefährlich für das System. Ich hätte da Pläne durchkreuzen können.

M. Vogt: Was war bei diesem Thema – Mutter zu sein- so schlimm, dass es nachher zur Ermahnung und zum Rauswurf aus der Tagesschau kam? Wen stört dieses Bekenntnis zum Status einer Frau als Mutter?

E. Herman: Es handelt sich um ein politisches Programm, das seit Jahrzehnten umgesetzt wird und als das sogenannte Gender Mainstraming bekannt ist. Es handelt sich um ein grossangelegtes Umerziehungsprogramm, welches eingehalten werden muss und über die Medien indoktriniert wird. Die Frau soll mit allen Mitteln in die Erwerbstätigkeit gebracht werden. Sie gerät immer mehr unter Druck und soll ihre Steuern und ihre Sozialbeiträge selber bezahlen. Die Kinder sollen möglichst früh fremd betreut werden, so wie es auch in den kommunistischen, bzw. sozialistischen Systemen der Fall war; um die Kinder früh in der Staatshand zu haben, um sie rechtzeitig auf den politischen Weg zu bringen.

Allerdings kann man diesen Vorwurf momentan gar nicht anbringen, weil die Situation in den Krippen derartig verheerend ist mit dem Personal. Da kann gar niemand auf Linie gebracht werden. Es gab mal eine interessante Situation vor etwa zwei Jahren als tausende Erzieherinnen auf die Strasse gingen, weil sie die Kinder nur aufbewahren konnten und völlig überlastet waren. In einer Umfrage kam dann heraus, dass 99 Prozent aller Erzieherinnen ihre eigenen Kinder in den ersten drei Jahren niemals in eine Fremdbetreuung geben würden.

Die ersten drei Jahre sind für die Kinder entscheidend – hier passiert das Wichtigste, was den Menschen für den Rest seines Lebens prägt. Auf Entwicklungsschritte, die immer nur für einen kurzen Zeitraum anstehen, muss natürlich und altersgerecht eingegangen werden, danach ist die Chance vorbei. Wenn das aber nicht der Fall ist, was auf die meisten fremdbetreuten Kinder zutrifft, kann das verheerende Folgen auf die spätere Entwicklung der Kinder haben. Ich will damit keine Panik verbreiten, nicht, dass jeder, der sein Kind in der Krippe hat, denkt, Mensch was habe ich nur angerichtet. Aber wenn noch zusätzliche Risikofaktoren für die Kinder dazu kommen wie Scheidung, Suchtverhalten und leider auch immer häufiger Missbrauch, Gewalt, dann wird es für die Kinder richtig prekär und die Folgen sind nicht absehbar.

M. Vogt: Von der wissenschaftlichen Seite her, dürfte es da eigentlich keine offenen Fragen mehr geben, was die Mutter-Kind-Bindung angeht?

E. Herman: Nein. Zumal wir in Deutschland hervorragende Bindungsforscher haben und hatten … Wir reden hier über ein ganz natürliches Verhalten, das auch in der Tierwelt zu sehen ist und von Wissenschaft bei jedem Punkt untermauert ist. Ich könnte ohne Unterbrechung fünf Stunden mit grosser Freude darüber sprechen. Das ist ja keine Erfindung von mir, sondern durch eigenes Erlebnis bin ich zu diesem Thema gekommen und habe versucht, so umfangreich wie möglich zu recherchieren, wie ich es als Journalistin eben gewohnt bin. Während meinen Recherchen habe ich angefangen, das Buch „Das Glück des Stillens“ zu schreiben.

Dieses Buch hat mich unendlich viele Tränen gekostet – Tränen der Erkenntnis. Ich habe mich in Grund und Boden geschämt, weil ich dachte, ich sei eine aufgeklärte und tolle Journalistin und Mutter. Und nun stellte ich fest: Ich wusste nichts. Kaum jemand weiss etwas darüber. Warum? Weil niemand darüber berichtet. Viele Frauen machen sich Vorwürfe: „Ich kann mein Kind nicht verstehen“. Man darf ihnen dafür keine Vorwürfe machen. Aber genau dort müssen wir ansetzen und sagen: Wir drehen jetzt das Ganze um, wir informieren, wir bringen die Informationen wieder in die Gesellschaft. Genau das sehe ich seither als meine Aufgabe.

M. Vogt: Führt dieses Gender-Programm von Zerstörung der Familie und der Mutter-Kind Bindung zur Bildung eines willigen und dummen Konsumenten in einem ökonomisch kapitalistischen System?

E. Herman: In einer „normalen Familie“, die wir von früher kennen, sind Vater und Mutter die Vorbilder, an denen sich die Kinder orientieren. Jeder Elternteil bestimmt dabei selber, was er seinem Kind an Manieren, Erziehung und Wissen vermitteln will. Das kann man aber nicht, wenn man das Kind abgibt. Dazu kommt noch ein Gedanke vom kanadischen Forscher Gordon Neufeld, der von der gruppenorientierten Erziehung spricht. Wenn nämlich ein Kind zu früh überwiegend in Kontakt mit Gleichaltrigen steht, beginnen es sich an seinesgleichen zu orientieren; an wem sonst? Das bedeutet, das ist keine fortschreitende Entwicklung, sondern es ist eine Form von Stillstand und im Kreise drehen.

Das ist natürlich kein Problem bei Kindern ab 3 oder 4 Jahren, dann sollten sie unter Gleichaltrigen zusammenkommen, um voneinander zu lernen und miteinander spielen zu können. Vorher nützt das allerdings gar nichts, da sind nur die Vorbilder wichtig. Leider kommen immer mehr Babys in die Krippe. Sie kennen dann keine individuellen Charakterstärken, die sie von Vater und Mutter mitbekommen. Fehlt diese wichtige Prägungsphase und das Kind ist nur von gleichaltrigen Kindern umgeben, fehlen ihm entscheidende Erfahrungen für die persönliche Entwicklung, und der Mensch wird zur Massenware.

M. Vogt: Kommen wir dazu, was passieren kann, wenn man diese Tabus bricht, und zu den Mechanismen, die bei einer medialen Hinrichtung stattfinden. Damit sind wir schon bei der berühmten Kerner-Sendung und dem, was auch im Vorfeld passiert ist. Dir wurden ja Sympathien mit dem NS-Regime vorgeworfen, weil Du die Mutter-Kind Beziehung und den Stellenwert der Mutter betont hast. Ironischerweise hast du ja sehr deutlich gesagt, dass es genau diese totalitären Systeme sind, ob Stalinismus oder NS-System, welche die Trennung zwischen Mutter und Kind von der Sekunde Null an propagiert hatten – also das Gegenteil von dem, was sie dir vorwarfen!

E. Herman: Diese Mutter-Kind Trennungen stammen ursprünglich aus der Nazi-Zeit und genau das ist es gewesen, was ich bei dieser berühmten Pressekonferenz gesagt habe. Es ging darum, dass Deutschland, was Familienfreundlichkeit angeht, von 77 Ländern an der 76 Stelle steht. Ein Journalist fragte: „ Woher kommt das?“ Ich habe gesagt, das kommt genau daher, dass in der Nazi-Zeit ein System entwickelt wurde, Mütter und Kinder frühzeitig zu trennen, um die Kinder nicht zu verzärteln.

Die ganzen Begriffe wie „Lass schreien, das stärkt die Lungen“, das sind alles Nazi-Sprüche. Johanna Haarer war die Beauftragte im Familienministerium, diese ganzen Statuten zu etablieren. Sie hat viele Bücher über die Säuglingspflege aus dieser Zeit geschrieben. Ihr Bestseller hiess: „Nationalsozialistische Säuglingspflege“ und wurde bis in die 80-ger Jahre viel gelesen und beachtet. Viele Menschen machten mir den Vorwurf, dass ich den Begriff Nazis überhaupt verwendet hatte, ohne den Zusammenhang zu sehen. Dieses Thema ist gesellschaftlich derart tabu, dass es immer wieder als beliebtes Totschlagargument gegen unbequeme Systemgegner verwendet wird.

Wie unsachlich die ganze Debatte ablief, zeigt ein Beispiel sehr deutlich: Ein hochrangiger ARD-Vertreter musste vor Gericht gegen mich aussagen. Die Richterin stellt ihm dann die Frage: „Was hat sie eigentlich falsches gesagt?“. Er fühlte sich in die Enge getrieben, kam nicht weiter und stiess nur hervor: „Ja wieso hat sie denn überhaupt über die Nazi-Zeit gesprochen?“ Man darf also nicht mal darüber sprechen! Damit ist es schwierig, das Thema sachlich zu diskutieren. Denn der Begriff "Mutter" ist inzwischen fast ein Feind-Begriff in Deutschland geworden – unmittelbar wird er in Zusammenhang mit der Nazi-Zeit gebracht, weil es mal Mutterorden gegeben hat für die Frauen, die viele Kinder bekommen haben.

Als ich „Das Eva-Prinzip“ veröffentlichte, da war ich nur latent unter Verdacht. Nach der Bucherscheinung machte der Spiegel ein Interview mit Alice Schwarzer. Da sagte Frau Schwarzer wörtlich, das Buch sei eine Suada zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz. Da war zum ersten Mal der Begriff installiert – Eva Herman gegen (?) Mutterkreuz. Guck mal, Nazi! Danach hat Thea Dorn in der „TAZ“ darüber geschrieben und aus Eva-Prinzip wurde dann „Das Eva Braun-Prinzip“. Als Alice Schwarzer gefragt wurde, ob meine Thesen denn falsch seien, antwortete sie nur: „Wir müssen dem Führer heute kein Kind mehr schenken“. Damit war die Richtung ganz klar vorgegeben: Deutschlands Chef-Feministin hatte mich zum Nazi erklärt und das war praktisch, aus meiner Sicht, der Ruf zum Halali – zur Jagd.

Zum Glück hatte ich immer Menschen, die mir unerwartet zu Hilfe kamen. So bekam ich eines Tages eine E-Mail von einer fremden Frau. Sie schrieb, dass sie nicht unbedingt mit meinen Thesen übereinstimmte, aber eins sollte ich wissen – nämlich, dass Alice Schwarzer gerade eine generalstabsmässige Denunziations-Kampagne gestartet habe. Die Empfänger ihres Newsletters konnten lesen: „Die blonde Tagesschau-Darstellerin hat mit einem sexistischen, diskriminierenden Buch jetzt auf sich aufmerksam gemacht“. Und alle, die, genau wie sie, findet, dass dies die Neutralität der Tagesschau gefährdet, soll dies umgehend der ARD-Redaktion mitteilen. Darunter war die Fax-Nummer und die E-Mail des Chefredakteurs der Tagesschau. Einige Tage später rief dieser mich in sein Büro und zeigte mir ein Stapel von Ausdruk-ken und sagte: „Hier Frau Herman, Deutschland ist gegen sie“.

M. Vogt: Es ist ja spannend, dass in einem freien Land eine Journalistin, die sich als Journalistin bezeichnet (A.Schwarzer), sich hinstellt und zum wirtschaftlichen, beruflichen und persönlichen Rufmord gegen eine unliebsame Kollegin aufruft. Sie muss ja nicht die gleiche Meinung teilen, aber dass sie eine Kampagne startet, das ist schon bemerkenswert. Das ist ein faschistisches totalitäres Denken, was hier zum Tragen kommt und hat nichts mit einem freiheitlichen Staat und freier Presse zu tun.

E. Herman: Ich habe mich manchmal bei dem Verhalten von Frau Schwarzer gefragt, woher diese sehr rigide Form kommt. Man darf weder nach links noch nach rechts schauen.

M. Vogt: Kommen wir zu Kerner. Es gibt eine interessante Information, dass es im Vorfeld der Sendung von Kerner über diverse Kanäle mehrfach den Hinweis gegeben hat, „heute Abend fliegt Eva Herman aus dieser Sendung raus“. Das heisst, sie wird medial geschlachtet, was wiederum bedeutete, dass es eine ergebnisoffene Diskussionsrunde nicht geben wird und offensichtlich von Anfang an der Plan bestand, dich in dieser Sendung medial hinzurichten.

E. Herman: Es wurde über solche Hinweise öfters spekuliert, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Dies hatte ich auch mal bei einem Vortrag gesagt. Daraufhin habe ich von der Produktionsfirma, die mit Spiegel-Online zusammen arbeitete und die Kerner-Sendung mit produziert hatte, eine einstweilige Verfügung bekommen, das nicht mehr sagen zu dürfen. Ich habe das unterschrieben und würde das also nie mehr öffentlich behaupten.

M. Vogt: Du warst bei der Kerner-Sendung zuerst ausgeladen und dann wieder eingeladen worden. Du hast es trotzdem gemacht und ich halte das für die richtige Entscheidung. Es wird immer ein Paradebeispiel für miesen Journalismus bleiben und irgendwann vielleicht an den Universitäten vorgezeigt werden, als Beispiel wie manipulativ damals die Medien waren. Spannend bei der Sendung war aber auch, dass gar kein Bindungsexperte eingeladen wurde!

E. Herman: Ich bin im Nachhinein sehr froh, bei dieser Sendung gewesen zu sein, denn ich hatte über 50 Minuten Zeit, in einer völlig ahnungslosen Runde, einschliesslich dem Moderator, über meine Bindungsthesen zu sprechen. Und weil diese Kerner-Sendung millionenfach im Internet angeklickt wurde, bin ich froh darüber, auf diesem Weg die Grundlangen der Bindungsforschung unter die Leute gebracht zu haben. Dafür bin ich also sehr dankbar. Alles andere war ein jammervolles Bild.

M. Vogt: Wenn man das nachliest, wie du schon ganz am Anfang, sogar in der Vorbereitung der Sendung von der Gruppe separiert wurdest, hatte man den Eindruck, dass ist ein abgekartetes Spiel, da soll was laufen – die einen sind die Guten, du bist die Böse und zum Schluss kam noch dieser Pseudo-Historiker, der über die Rassenlehre sprach, wo du keine Silbe in deinem Leben dazu gesagt hast.

E. Herman: Als er geredet hatte, habe ich immer gehört – du bist Nazi, Nazi, Nazi! Mehr kam nicht rüber. Ich habe am Anfang noch versucht, sachlich zu argumentieren, dann aber habe ich gedacht, bei dem ist jede Hoffnung verloren.

M. Vogt: Liebe Eva Herman, vielen Dank für die offenen Worte und für dein Engagement bei der Aufklärungsarbeit zum Thema Familienpolitik.

 


Dies ist nur ein Auszug einer hochbrisanten und spannenden Podiumsdiskussion zwischen Michael Friedrich Vogt, Eva Herman und Andreas Popp zum Thema Medien, Macht und Manipulation.

Das Gespräch wurde in Nova Scotia, Canada, aufgezeichnet und ist hier in voller Länge zu sehen.
 

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