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Analyse der Nato-Bilder: Die Mär von der “russischen Invasion”   
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30 August 2014 Autor: Wilhelm von Pax | Quelle: neopresse.com | Kommentar(e): 1

Die Nato hat am Donnerstag Satellitenbilder veröffentlicht, die russische Soldatenverbände in der Ukraine zeigen sollen. Währenddessen übersetzte die US-amerikanische Nachrichtenagentur Reuters den ukrainischen Präsidenten falsch, als sie von einer angeblich “russischen Invasion” gesprochen hatte. Medial sorgen diese Ereignisse für Schlagzeilen. Der Journalismus bleibt da meist auf der Strecke.

Analyse der Nato-Bilder: Die Mär von der “russischen Invasion”
Nato Bilder

Das sind die Sattelitenaufnahmen die die Nato am Donnerstag veröffentlichte. Zusammen mit einem langen Bericht der die vermeintlichen russischen Truppenbewungen beschreibt wurden die Bilder der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Doch an der Publikation gibt es gleich mehrere Kritikpunkte.

Das Problem beginnt bereits bei der Herkungt der Aufnahmen. Denn die Bilder stammen von der privaten Sicherheitsfirma “DigitalGlobe”. Es wurden, wie schon bei der “Erklärung” zum Abschuss der MH-17 Maschine in der Ostukraine, keine steuerfinanzierten Nato-Satellitenaufnahmen verwendet.

Außerdem erklärte das – de facto – Interventionsbündnis, es hätte “neue Bilder” veröffentlicht und diese  sollen „zeigen, dass russische Kampfverbände in militärische Operationen innerhalb des hoheitlichen Territoriums engagiert sind“. Die jüngste Aufnahme ist jedoch vom 23. August und die älteste vom 23.Juni. Eine plötzliche russische “Invasion” ist hier also nicht zu sehen.
Nato vermutet es handle sich um russisches Material

Die nächste gewagte Behauptung der Nato ist, „dass russische Kampfverbände in militärische Operationen innerhalb des hoheitlichen Territoriums engagiert sind“. Denn bei näherer Betrachtung fällt auft: Ein einziges Bild zeigt eine Fahrzeug-Kolonne auf angeblich ukrainischem Territorium. Die Nato schreibt dazu, dass sie „zuversichtlich sei, dass es sich um russische Ausrüstung“ handle, denn: „Ukrainische Einheiten sind noch nicht so weit in das von Separatisten kontrollierte Territorium vorgedrungen“. Diese Bemerkung bedeutet, dass die Nato nicht belegen kann, dass die Russen auf ukrainischem Terrain operiert, sondern vermutet, dass es sich um russische „Ausrüstung“ handelt – die aber genau so gut der ukrainischen Armee gehören könnte.

Vermeintlicher Raketenbeschuss

Die älteren Bilder zeigen vermeintlich russische Raketenstellungen, die auf ukrainisches Territorium gerichtet sind. Abgesehen davon, dass man das anhand der Fotos nicht wirklich nachprüfen kann, muss man sich fragen: In welche Richtung sollten sie sonst gerichtet sein? Doch selbst, wenn man darin eine Aggression erkennen will, bringen die Fotos keinen Beweis, dass von diesen Artillerie-Einheiten tatsächlich auf Luhansk geschossen wurde. Doch dies hat die Nato wegen mangelnder Beweise auch nicht behauptet: Im Text wird nur die Artillerie beschrieben. Danach steht ohne jede Verbindung, dass von diesen die konkreten Schüsse abgefeuert wurden. Es heißt nur: „Russische Artillerie Systeme wie dieses haben kürzlich ukrainische Stellungen außerhalb von Luhansk beschossen.“ Auch hier lässt es die Nato offen, wer geschossen hat. Es können genauso gut die Rebellen gewesen sein, denn sie haben laut Angaben der Nato solche „Systeme“.







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Artikelbild: NATO
1 Kommentar(e)
Christian am 02 September 2014 12:42 Uhr
Man vermutet, man glaubt, könnte zeigen... Wird das nicht langsam aber sicher peinlich, was die NATO da abziehen will? Immer nur gegen Russland und Putin ohne jegliche Beweise und immer Halbwahrheiten. Da muss ich Herrn Putin ein Kränzchen winden, da er meiner Meinung nach noch der einzige Staatsmann mit Rückgrad darstellt. Nicht wie die anderen Kasperlepüppchen der EU. Seine Einstellung der Provokationen ihm gegenüber ist schon ein Nobelpreis wert, denn er weiss ganz genau was die EURO-Marionetten wollen. Jeder andere russische Staatschef hätte die Geduld verloren. Und warum dürfen eigentlich die USA in jedes Land einmarschieren, was ihnen gerade im Weg steht und die EU findet das auch noch gut und unterstützt die Kriegereien auh noch. Und sobald ein russischer Soldat einen Fuss auf die Ukraine setzt, bedeutet das in aller Munde Krieg? Ja das Karma wird sich schon um diese Lügenbarone kümmern - das ist gewiss!
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